Wie alles begann

Wie alles begann…

Die Idee eine Elterninitiative ins Leben zu rufen entstand auf einer Infoveranstaltung im Waldorfkindergarten. Schnell (viele der der Anwesenden hatten keinen Sitzplatz bekommen) wurde klar, dass die Nachfrage an Plätzen sehr groß ist, und man sein Kind am besten direkt nach der Geburt anmeldet um eine Chance zu haben einen Platz in der Kindergartengruppe zu bekommen.

Wie gründet man also einen Kindergarten? Diese Frage galt es zu beantworten und dann entsprechend zu handeln. Die Anfrage beim Jugendamt Köln ergab, dass in Sülz, Lindenthal und Klettenberg ein sogenannter Fehlbedarf von knapp 500 U3 Plätzen besteht – 500 fehlende Plätze bedeutet 50 neue Gruppen. – Dies soll lauf Gesetz bis 2013 realisiert sein! Für Kinder ab drei Jahren sah es zum Zeitpunkt der Anfrage im Herbst 2009 nur unwesentlich besser aus (rund 150 fehlende Plätze) Kurz und gut: die Voraussetzungen für die Gründung einer Elterninitiative sind gegeben.

Es folgten Vereinsgründung, Anerkennung der Gemeinnützigkeit, Eintragung ins Vereinsregister und schließlich die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe im Juni 2010. Hiermit sind die Voraussetzungen für staatliche Förderung gegeben, d.h. die Eltern müssen für einen Platz neben dem Beitrag an die Stadt Köln und dem Essensgeld noch die 4% Trägeranteil zahlen.

Motivierte Eltern haben sich schnell gefunden, und die Arbeit ist gut vorangegangen. Natürlich gibt es auch Probleme: Zum Beispiel sind fast alle Eltern berufstätig, alle haben kleine Kinder zu versorgen, und es bleibt daher nur relativ wenig Zeit für ehrenamtliche Tätigkeiten.

Das größte Problem aber sind zur Zeit die Räumlichkeiten: Für eine Kita braucht man viel Grundfläche: knapp 200 qm für eine Gruppe, eine zweigruppige Einrichtung braucht dann schon gut 350 qm. Die Räume sollten aus brandschutztechnischen Gründen möglichst im Erdgeschoss liegen, eine Außenfläche von mindestens 500 qm ist auch vorgeschrieben. Anfangs haben wir nur in Sülz und Umgebung gesucht, dann im gesamten linksrheinischen Stadtgebiet – bisher ohne einen Vertrag abschließen zu können. Aber wir sind zuversichtlich – bekanntlich will gut Ding Weile haben und natürlich gibt es immer wieder ermutigende Signale.

Inzwischen melden immer mehr Eltern ihre Kinder an. Mit Iris Ahles ist bereits eine sehr motivierte und erfahrene Waldorferzieherin nach Köln gezogen und unterstützt uns in der Gründungsphase  ehrenamtlich, ohne zu wissen, wann es richtig losgeht.

All dies zeigt uns, dass es die richtige Entscheidung war, die Zeit und Energie für einen neuen Waldorfkindergarten in Köln aufzubringen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich geeignete Räumlichkeiten finden, und der Kindergarten seinen Betrieb aufnehmen kann.

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